Schabbat Schalom! Die Barmherzigkeit und das Gericht.

Rabbi Jakow, der erste messianische Rabbi auf der Erde, sagt sehr wichtige Worte: „Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.“ (Jak. 2:13).DSCF2918

Wie soll man „die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht“ verstehen? Lasst uns dies anhand eines Beispiels verstehen. Von eurem sehr teuren Auto wurden alle 4 Räder gestohlen. Der Dieb wurde gefasst, ihr kommt zum Gericht, aber der Richter sagt, dass ihm vergeben wird und er muss für 30 Stunden Sozialarbeit verrichten. Seid ihr damit einverstanden? Denn euer Auto bleibt weiterhin ohne Räder! Und wer wird sie kaufen?

Jakob sagt und, dass die Barmherzigkeit über dem Gericht steht. Ich stimme zu, und es versteht auch jeder, aber die Räder möchte man trotzdem wieder haben… Was nun? Wenn wir die Räder selber wieder neu kaufen, dann kann derselbe Dieb nach den 30 Stunden wieder kommen und sie wieder klauen. Und er wird wieder vor Gericht begnadigt und er klaut sie dann auch wieder usw.

Sagt mir, wird der Dieb Barmherzigkeit bekommen, wenn er die Räder wieder zurück gibt? Die Barmherzigkeit zeichnet sich genau dadurch aus, dass wir solchen Leuten solche Situationen zulassen und die Räder zurück verlangen. Und die Gnade einer solchen Person ist, dass er verstehen muss, dass es falsch ist, zu stehlen.

Weil wenn wir Barmherzigkeit in Form von „30 Sozialstunden“ zeigen, dann bekommt die Person das Gefühl der Straflosigkeit. Aber in der Jurisprudenz ist das Verständnis von Straflosigkeit eins der negativsten. Wenn ein Mensch von der Straflosigkeit „wahnsinnig“ wird. Und aufhalten kann man ihn dann so gut wie gar nicht. Also bekommt der Mensch die Möglichkeit zu denken, dass er jetzt alles machen kann, ohne das es Konsequenzen geben wird!

Also kann ein richtiges Gericht nie Barmherzigkeit auf diese Weise für diese Person erweisen. Lasst uns dies nicht vergessen.

Schabbat Schalom!                Dimitry Siroy